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All eyes on:
Edgar Dyck

Edgar Dyck ist ein gnadenloser Optimist aus Hamburg, der mit seinem positiven Mindset viele in den Bann zieht. Er wird uns mehr über sein Start-Up „Lead Events“ erzählen, die Herausforderungen während der Gründung und verrät uns Tipps & Tricks, wie man sich diesen stellt.

 

Interview

 

Hallo Edgar! Du hast dieses Jahr im März deine neue Firma Lead Events gegründet. Erzähl uns doch gerne, was Dich dazu gebracht hat, Lead Events zu gründen?

 

Hallo liebe FirstPlacer,

Wir hatten und haben am Anfang des Jahres sehr besondere Umstände, die besondere Maßnahmen erforderten. In dieser Zeit habe ich vernommen, dass viele Freunde und Bekannte Probleme im vertrieblichen Bereich hatten. Schaut man sich die Fakten an, wird deutlich, dass ca. 80% der Vertriebsorganisationen in Deutschland ihren Vertrieb auf Messen fokussiert haben. Für die Unternehmer ist somit ein sehr wichtiger Kanal weggebrochen, hier wurden neue Kontakte geknüpft und Geschäfte geschlossen. Dieser interaktive Kontakt war und ist bis zum jetzigen Zeitpunkt nicht möglich. Für mich war klar, dass eine Lösung benötigt wird und somit haben wir uns in das Themengebiet eingelesen.

Ich denke, dass viele Menschen einfach mal über den Tellerrand schauen sollten, um zu sehen, dass neue Lösungen nötig sind. Die bisherigen Lösungsansätze, die es auf dem Markt gab, waren fixiert auf das Konzept einer klassischen Messe. Die Unternehmen haben versucht die Konzepte maßgetreu zu übernehmen, was wiederum fehlgeschlagen ist. Wir versuchen nun mit Lead Events verschiedene Lösungsansätze für die weggefallenen Vertriebskanäle zu finden und somit den Unternehmen zu helfen.

 

Weshalb bist Du fest davon überzeugt, dass “Online Events nicht funktionieren können, um eine Firma zu vermarkten?”

 

Grundsätzlich kann man seine Firma online vermarkten. Schaut man jedoch auf die Online- Events, wie sie derzeit ausgeführt werden, kann man feststellen, dass diese nicht gut angenommen werden. Die Aktivität im Chat von Online-Events liegt derzeit bei 1,5-3%, was deutlich zeigt, dass die Interaktionen während Online-Events sehr niedrig sind. Das Einzige, was besser funktioniert sind Fachsymposien und Fachvorträge, hier kann man mit mehr Interaktionen im Chat rechnen, aber die Teilnahme an den Vorträgen bleibt gleich.

Schauen wir uns gerne einmal das Beispiel Social Media an. Es sind Milliarden Menschen aktiv unterwegs auf Plattformen, wie Facebook, Instagram und Twitter. Versucht man jedoch, diese Menschen zum „liken“ zu bewegen, stellt man fest, dass die Interaktion und Teilnahme sehr niedrig ist und genau dieses Beispiel kann man auf die Online-Events anwenden. Die Online-Events können und werden weiterhin, nicht die gewünschte Auswirkung für die Unternehmen haben.

 

Was war bisher deine größte Herausforderung bei der Gründung und wie hast Du diese bewältigt?

 

Bei jeder Gründung und jedem neuem Produkt versuche ich etwas Neues zu erschaffen. Der Online-Event Markt, war schon da, aber wir versuchen mit Lead Events eine neue Lösung für die Umsetzung zu präsentieren. Eine der größten Herausforderungen ist es, die Informationen über das neue Produkt so zu verpacken, dass der Kunde ein klares Bild davon hat. Eine weitere Herausforderung ist die Selektion der Kunden. Man muss deutlich machen, an wen das Produkt adressiert wird und für wen es einen Mehrwert bietet.

Zu Beginn der Gründung sind wir sind auf Veranstalter zugegangen und haben versucht das Produkt zu verkaufen, sind mit Ihnen jedoch nicht auf einen Nenner gekommen. Die Veranstalter haben das Konzept von Lead Events leider nicht gesehen und wir mussten uns somit eine andere Zielgruppe suchen. Nach den Niederschlägen haben wir uns zusammengesetzt und überlegt, wie wir unser Produkt besser vermarkten können. Wir mussten umdenken und versuchen das Produkt so zu vermarkten, dass unserer Zielgruppe ein deutliches Bild von unserem Produkt hat.

Schlussendlich war der Weg sehr langwierig, bis wir verstanden haben, warum die ersten 200 Sales Gespräche schlecht gelaufen sind, aber am Ende hat es uns an Erfahrung bereichert und unser Geschäftsmodell weiterentwickelt.

 

Wie bleibst Du motiviert und zielgerichtet?

 

Ich glaube, mein größtes Geheimnis ist, dass ich ein gnadenloser Optimist bin. Wenn etwas nicht so abläuft wie ich es mir vorgestellt habe, versuche ich es erneut und behalte den Fokus. Ich denke, wenn man sich etwas aufbauen will, wie beispielsweise ein Unternehmen, ist der erste Versuch selten erfolgreich. Grade in der Anfangszeit benötigt man Durchhaltevermögen und Selbstbewusstsein, seine Ziele zu verfolgen und fokussiert zu bleiben. Es ist eine sehr spannende Zeit und ich mag die persönliche behaftete und risikoreiche Seite sehr gerne. Mein Wunsch nach Veränderung war bisher noch nie so sehr befriedigt wie in der Gründerzeit. Es gibt keine Ausbildung, die Dich auf solche Themen vorbereitet. Gründen ist einfach „learning by doing“. Es ist die Vielfältigkeit an Aufgaben, die mich stetig motivieren und weiterwachsen lassen.

 

Was sind deine Spezialgebiete und welche Tipps und Tricks kannst Du unseren Mitgliedern mit auf den Weg geben?

 

Mein größtes Spezialgebiet war und ist die IT-Branche. Ich habe den Fokus in den letzten Monaten auf die Programmierung meiner neuen Plattform gelegt und hege eine große Affinität zu diesem Themengebiet. Außerdem habe ich Erfahrung in der Gründung von Unternehmen und kann junge Gründer bei vielen Themengebieten unterstützen.  Gründern möchte ich gerne mit auf den Weg geben niemals den Willen zur Veränderung, das Durchhaltevermögen und die Kreativität zu verlieren sowie anders zu denken als andere.

Ich war vorher Freelancer und hier bin ich irgendwann an eine Umsatzgrenze angekommen. Die Lösung für das Überwinden dieser Umsatzgrenze war die Interdependenz zu anderen, um gemeinsam mehr zu schaffen. Viele Freelancer kommen an den Punkt, an dem man sich bewusst in wechselseitige Abhängigkeit begib, um daraus weiter zu wachsen und größeren Erfolg zu erzielen. Wenn Du mehr erreichen möchtest, musst Du Dir selbst eingestehen, dass Du Dich auf Menschen einlassen und mit ihnen kooperieren musst. Die Erfahrung, mit Menschen zu kooperieren und sich, nachdem man Freelancer war, in die Interdependenz zu stürzen, kann sehr enttäuschend sein. Damit muss man rechnen, aber es ist auch der Weg zu Wachstum. Aus Interdependenz entwickelt sich oft sehr viel Positives.

Ich bin jetzt im Sales und Marketing unterwegs und unsere Plattform wandelt sich derzeit vom Event- zum Marketingtool. Diese Entwicklung wäre nicht möglich gewesen, wenn ich mich nicht in kürzester Zeit in das Thema Marketing eingelesen hätte und von meinem Partner gelernt hätte. Je mehr man sich mit verschiedenen Spezialgebieten auseinandersetzt, desto häufiger fängt man an Verbindungen zwischen den verschiedenen Gebieten zu ziehen und daraus neue Produkte und einen Mehrwert für Kunden zu schaffen.

Life long learning, wie wir es bei FirstPlace predigen, ist so wichtig für jeden von uns. Das möchte ich vor allem unseren Mitgliedern ans Herz legen, zu lernen, sich stetig weiterzuentwickeln, offen zu sein für neue Projekte und den Sprung ins Unbekannte wagen.

 

Weshalb bist Du Mitglied in der FirstPlace Community geworden?

Ich bin seit der Kick-off Veranstaltung im Netzwerk. Das Gründerteam war sehr engagiert und extrem zielgerichtet. Nach der Veranstaltung habe ich mehr über das Netzwerk erfahren und mich sehr damit identifizieren können. Ich durfte direkt im ersten Assessment Center Juror sein, was mir sehr gefallen hat. Im Netzwerk bin ich seit Beginn sehr aktiv und habe schon viele spannende Veranstaltungen erlebt, an Seminaren teilgenommen und mich im Bereich Mitarbeiterführung weiterentwickeln können. Ich hatte dieses Jahr aufgrund der Gründung leider nicht so viel Zeit, starte jedoch demnächst wieder durch und freue mich auf die kommenden Veranstaltungen. FirstPlace ist ein herausragendes Netzwerk, in dem ich viele Kontakte geknüpft habe, mich weiterbilden konnte und immer wieder über mich hinausgewachsen bin.

 

Mit welchen Themen dürfen FirstPlace Mitglieder auf dich zukommen?

 

Die FirstPlace Mittglieder dürfen gerne mit allen Themen rund um IT auf mich zukommen – Ich möchte keine Drucker reparieren, aber alles andere interessiert mich immer sehr! Außerdem dürft ihr mir gerne Fragen zum Thema Gründung stellen. Ich bin in fast jedes Fettnäpfchen getreten, dass man in der Gründerzeit haben kann und habe viel Erfahrung daraus gezogen. Es ist teilweise sehr schwierig Produkte im Markt zu platzieren und gleichzeitig alles um dieses Produkt herum, im Blick zu behalten. Ich bin gerne mit Rat und Tat für alle Mitglieder da und freue mich auf die Gespräche mit Euch!​

 

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