+49 (0) 40 468955300 hello@firstplace.hamburg

Blog

Neues Jahr, neues Ich – 2020 durchziehen

 

Am Baum der guten Vorsätze gibt es viele Blüten, aber wenig Früchte.“ – Konfuzius

 

Jeder kennt es, das neue Jahr steht an und es wird Rückschau gehalten. Auf das vergangene Jahr und mit ihm auf die persönlichen Ziele – Solche, die man erreicht hat, aber eben auch solche, die man nicht auf dem Schirm hatte, oder für die man im Endeffekt doch nicht so sehr gebrannt hat wie noch am letzten Neujahr vermutet.

 

Als Resultat nehmen sich ca. 65 % der Deutschen gute Vorsätze – entweder in Form von neuen Vorhaben oder recycelt aus Vorjahren – für das anstehende Kalenderjahr vor. Doch warum überhaupt? Wieso sollten Vorhaben, die am 1. Januar des neuen Jahres beschlossen werden, eine höhere Erfolgschance haben, als an einem beliebigen anderen Tag? Ein Grund für diese Annahme sind natürlich die Festlichkeiten und die einhergehende positive Stimmung, die das neue Jahr wie einen frischen Start, ein blankes Blatt wirken lässt. Gemeinsam mit diesem Gefühl eines unbeschriebenen Blatts füllt sich die Vorstellung, die Vorsätze erfüllt und die Laster abgelegt zu haben, natürlich schlichtweg gut an, der Rückblick auf bisherige Vorsätze tut dann sein Übriges.

 

Bei knapp 53 Millionen guten Vorsätzen bleibt die Frage nicht aus, was genau sich denn vorgenommen wird. In den letzten Jahren unterlagen die Antworten auf diese Frage immer Schwankungen, wobei sich jedes Mal die klassischen „Stars“ unter den Vorsätzen, wie „Aufhören zu rauchen“, „Gesünder leben“ und  „Mehr Sport“ an die Spitze spielen. Nachfolgend aufgeführt sind die Vorhaben der Deutschen für 2020:

 

 

Auch 2020 finden sich also die „All-Stars“ unter den Vorsätzen wieder, wobei vor allem das Thema Social-Media stark an Relevanz gewonnen hat. Auf die Frage, wie lange gute Vorsätze halten, spalten sich die Gemüter. 20 Prozent der Befragten sind sich sicher, gute Vorsätze schlichtweg nicht zu brechen. Der Großteil findet sich mit 51 Prozent im Mittelfeld und ist der Meinung, gute Vorsätze würden zwar vergänglich sein, immerhin aber 2 Wochen bis 2 Monate mindestens andauern.

 

 

Es bleibt die Frage, warum gute Vorsätze überhaupt scheitern. Wer sich einen guten Vorsatz macht, scheint ja zumindest angetan von einer gewissen Idee oder Veränderung zu sein. Was hindert uns also kollektiv daran, diese positiven Veränderungen „einfach“ umzusetzen? Diese Gründe sind natürlich für jeden individuell und unterschiedlich, dennoch lassen sich auch hier einige Trends erkennen, die nachfolgend abgebildet sind:

 

5 Gründe, warum gute Vorsätze scheitern

1
Kein Konkretes Ziel

Um einen Vorsatz sinnvoll verfolgen zu können, muss er konkret formuliert sein. Nur so können auch konkrete Schritte ergriffen werden. „Ich will gesünder essen“ ist keine konkrete Zielformulierung, sondern nur eine Vision eines Vorsatzes. Zur konkreten Umsetzung bedarf es einer Formulierung wie „Ich will unter der Woche keinen Zucker mehr essen.“ 

2
Zu hoch gegriffen

Sind die Ziele nicht realistisch, sinkt deren Umsetzungswahrscheinlichkeit. Gerade im Rahmen der Neujahrsfestivitäten tendieren Leute dazu, sich zu viel vorzunehmen: „Ich werde jeden Tag Sport machen, aufhören zu rauchen, zu trinken und FastFood zu essen“. Ein derart radikaler Wandel ist im Regelfall zum Scheitern verurteilt. 2-3 realisierbare Ziele sind mehr wert als 10 Ziele, die vergessen werden. 

3
Mangelnde Selbstdisziplin/Leidensdruck

Der Ansporn, den Vorsatz zu erfüllen, ist nicht hoch genug. Als Resultat werden Entschuldigungen gefunden, keine Zeitslots freigeräumt und anderweitig Begründungen gefunden, die Vorsätze zu umschiffen, bis das Jahr den Großteil hinter sich hat und man sich schon auf seine vielen guten Vorsätze zu Neujahr freuen kann. 

4
Formulierungsschwierigkeiten

Negative Formulierungen sorgen für eine Unterdrückung im Gehirn, dies birgt das Risiko, eine Ausgleichshandlung/Nachholbedarf in Form eines Jojo Effekts hervorzurufen. Besser ist die positive Formulierung: Statt „Ich will keine Zigaretten mehr rauchen“ lieber „Ich möchte gesund leben“ (gepaart mit konkreter Zielformulierung) – Wissenschaftler konnten in Studien zeigen, dass bereits kurze Unterdrückungen von Versuchungen zu einem höheren Gesamtkonsum führen. 

5
Keine Selbstbelohnung

Erfolge werden weder gesehen noch gefeiert – zu viele gute Vorsätze können zu einer Form der Selbstgeißelung führen. Wenn man dann von Januar bis März mit sich selbst zu hart ins Gericht geht und sich nie selber belohnt, lernt man auch keine Motivation für die Änderungen und es bleiben „leidige Pflichten“, im Gegensatz zu gut gelernten Verhaltensweisen haben diese nur eine kurze Halbwertszeit und werden oft und schnell abgelegt. 

Neben der Vielzahl an Risiken, die das Scheitern von guten Vorsätzen bedingen können, gibt es glücklicherweise aber auch Methoden und Herangehensweisen, mit denen man seine Erfolgschancen deutlich erhöhen kann.

5 Methoden, damit die guten Vorsätze auch Früchte tragen

1
Konkrete Ziele setzen

Anstelle von „Gesünder ernähren“, besser „Montags bis Mittwochs keinen Zucker“, „Fleisch nur noch am Wochenende“ oder „Dienstags und Donnerstags Sport machen“. Je unkonkreter die Ziele, desto schwieriger, sie nachzuverfolgen. Die Konkretisierung erlaubt somit eine klarere Zielvorstellung und -Bearbeitung, da auch die möglichen Herangehensweisen deutlicher werden. 

2
Verbündete suchen

Marc Konner und seine Kollegen vom Institute of Psychological Science an der Universität von Leeds zeigten eine Strategie auf, die so simpel und offensichtlich, wie wirksam ist. Das Bearbeiten von Problemen als Gruppe erweist sich auch hier als sinnvoll. Der Zusammenschluss mit anderen – Freunden, Familie, Kollegen, oder in einem Netzwerk – erschafft einen gesunden sozialen Druck, sowie die Möglichkeit, Rückschläge gemeinsam zu vermeiden und Erfolge gemeinsam zu feiern. 

3
Realistische Anforderungen suchen

Als Einsteiger direkt einen Triathlon absolvieren zu wollen ist nicht nur unrealistisch, sondern auch gefährlich. Zu hohe Erwartungen sorgen für Frustration und bergen zudem, gerade im Sportbereich, eine nicht zu unterschätzende Verletzungsgefahr. Auch bei der Ernährung kann der radikale Verzicht zu Rückschlägen führen. Mehrere kleine Teilziele und eine progressive Umgewöhnung sind effektiver und sinnvoller. 

4
Vorsatz und Fortschritte festhalten

Den Vorsatz selbst, sowie möglicherweise einzelne Etappen und deren Absolvierung, irgendwo schriftlich festzuhalten, kann eine gute tägliche Erinnerung und Motivation sein. Zu beachten ist, die Erinnerung auch so zu platzieren, dass sie regelmäßig gesehen wird und sei es in Form eines Post-its an die Kühlschranktür. Auch der Fortschritt sollte festgehalten werden, um sehen zu können, was man schon erreicht hat, die Erfolge wollen schließlich gefeiert werden. 

5
Erfolge feiern

Für erreichte Zwischenziele, Etappen oder einfach nur das Durchhalten selbst auferlegter Regeln sollte man sich belohnen. Eine Art „Cheat Day“ ist nicht nur gesund für die Psychohygiene, sondern erlaubt einem auch, sich gewissermaßen selber zu konditionieren. Durch gezielte (!) Pausen wird die langfristige Erfolgschance der Vorsätze erhöht. 

Gute Vorsätze sind und bleiben unterm Strich so sinnvoll, wie lobenswert. Nun gilt es für 2020, die Umsetzung sinnvoll anzugehen und sich zum eigenen Ideal zu entwickeln. Die genannten Tipps und Hinweise sollen helfen, neue Vorsätze zu erfüllen und alte endlich von der ewigen Liste streichen zu können. So kann das neue Jahrzehnt in Bestform angegangen werden. Wir im Netzwerk freuen uns schon auf eure guten Vorsätze und unterstützen euch, wo wir können, gemeinsam geht es schließlich am besten.

 

„Zu wissen, dass Veränderung möglich ist und der Wunsch, Veränderungen vorzunehmen, dies sind zwei große erste Schritte.“ – Virginia Satir

Registriere Dich jetzt!

Hallo Team FirstPlace. Ich interessiere mich für eine Mitgliedschaft
und bitte um detaillierte Infos!